fbpx
 
  • Endlich ist er fertig!
  • In diesen Online-Kurs ist dein gesamtes Wissen und Wochen an Arbeit reingeflossen. 
  • Und du kannst es gar nicht abwarten, dass Feedback deiner Kunden zu hören.
  • Oh warte, da war doch was 🤔.
  • Mist (du kannst hier auch ein stärkeres Wort einsetzen), denkst du dir in dem Moment. 
  • Vielleicht hätte ich mich parallel zur Erstellung des Kurses auch damit  beschäftigen sollen, wie ich eigentlich Kunden für diesen Kurs gewinne 🤔.

In diesem Blogpost zeige ich dir, was die wichtigsten Schritte sind um im Netz sichtbar zu werden und rund um deine Marke eine Community an Interessenten und Superfans aufzubauen. 

Noch während du deinen Kurs erstellst.

Damit deine Kunden bereits auf dein Angebot warten, während du noch daran arbeitest.

Höre dir diesen Blogartikel als Podcast an:

Online Kurse verkaufen: entkomme der “Zeit gegen Geld”- Falle 

Immer mehr Coaches und kleine Unternehmen setzen auf Online-Kurse, Online-Workshops oder gründen bezahlte Online-Communities im Netz.

Das ist kein Trend, sondern eine smarte Möglichkeit, um die Zielgruppe zu unterstützen, (zusätzliche) Einkommensquellen aufzutun und gleichzeitig mehr Zeit für Familie, Freunde, Reisen oder Hobbys zu haben. 

Diese Produkte werden auch gerne als passives Einkommen bezeichnet. Allerdings finde ich diese Bezeichnung total irreführend.

Spoiler-Alert: “passives Einkommen” gibt es nicht

Natürlich kannst du einen Kurs oder Workshop wieder und wieder verkaufen. Aber das bedeutet nicht, dass das passiv, also von ganz alleine passiert:

  • Kundenanfragen müssen beantwortet werden
  • Manchmal spinnt die Technik und du musst dich darum kümmern
  • Die Abrechnung muss gemacht werden
  • Und natürlich musst du dich darum kümmern, dass deine Kunden überhaupt wissen, dass es dich gibt. Dass du ein Produkt anbietest, das ihr Problem löst. Und wie sie dieses Produkt von dir kaufen können.

Wenn Unternehmen Online-Kurse entwickeln, die niemand kauft, hat das meistens zwei Gründe: 

  1. Der Kurs wurde an den Bedürfnissen der Zielgruppe vorbei entwickelt. Das heißt, der Kurs löst ein Problem, für das kaum jemand eine Lösung sucht.
  2. Oder es gibt einfach niemanden, der es kaufen möchte. Weil niemand weiß, dass es dich und dieses Produkt gibt.

Beide Punkte lassen sich einfach klären, wenn du dir eine Community von Interessenten und Fans rund um deine Marke im Netz aufbaust, während du deinen Online-Kurs entwickelst.

Beginnen klein. Aber beginnen jetzt!

Schritt 1: Wen willst du im Netz erreichen

Bevor du dich in das Getümmel im Netz stürzt, überlege dir, wen du eigentlich erreichen willst.

  • Wer braucht dein Angebot?
  • Für wen löst dein Angebot ein Problem?
  • Wie alt ist sie?
  • Welches Geschlecht hat sie?
  • Wo wohnt sie?
  • Wie viel verdient sie?
  • Wo ist sie im Netz unterwegs? Bevorzugt sie Instagram oder LinkedIn? Pinterest oder TikTok?
  • Was sind ihre Ziele? Wo möchte sie hin?
  • Womit hat sie zu kämpfen? Was hindert sie daran, dass Problem selber zu lösen?
  • Und was sind ihre Interessen und Werte? Woran glaubt sie und was lehnt sie total ab?

Die Antworten auf diese Fragen helfen dir nicht nur ein Produkt für deine idealen Kunden zu entwickeln. Sondern sie auch im Netz zu finden. 

Idealerweise basieren deine Antworten auf diese Fragen auf echten Gesprächen mit deiner Zielgruppe. Sprich mit aktuellen Kunden, führe Interview mit ehemaligen Kunden und beobachte gezielt Gespräche in den Facebook-Gruppen, in denen deine Wunschkunden unterwegs sind.

Baue dir deine Community im Netz auf

Idealerweise baust du dir dein Publikum im Netz gleichzeitig auf den drei wichtigsten Marketing-Kanälen auf, die ein Online-Business bedienen sollte: 

  • Ein Social-Media-Kanal
  • Eine Wissens-Plattform auf deiner Seite, beispielsweise in Form eines Blogs oder Podcasts
  • Deinen E-Mail Verteiler

Allerdings habe ich festgestellt, dass viele kleine Unternehmen und Coaches damit am Anfang überfordert sind. Das sind ganz schön viele Bälle, die zusätzlich zu der täglichen Arbeit jongliert werden müssen.

Wenn du bisher eher persönlich mit deinen Kunden zu tun hattest, kann es ganz schön schwer sein online den richtigen Ton zu finden. Mit dem du dich wohlfühlst. Der deine Kunden anzieht. Und mit dem du deine Online Kurse verkaufst.

Deshalb empfehle ich meinen Kunden Schritt für Schritt vorzugehen:

  1. Baue dir auf einem Social-Media-Kanal eine Community auf. 
  2. Wenn du weißt, was deine Kunden von dir im Netz brauchen, starte einen Blog oder Podcast. 
  3. Und baue dann deinen E-Mail Verteiler auf.

Schritt 2: Starte mit einem Social-Media-Kanal

Ich empfehle meinen Kunden immer, sich zunächst auf einen Social-Media-Kanal zu konzentrieren. 

Lass dich bei der Wahl der Plattform von deinen Kunden leiten:

  • Wo sind sie unterwegs?
  • Wo fühlen sie sich wohl?

Finde heraus, auf welchem Social-Media-Kanal deine Kunden am liebsten ihre Zeit verbringen. Und baue dort deine Community auf. Am Anfang geht es weniger darum zu verkaufen, sondern herauszufinden, was deine Kunden interessiert und über welche Themen du mit ihnen ins Gespräch kommen kannst.

  • Für welche Themen interessieren sich deine Kunden und welche Themen lassen sie links liegen?
  • Bei welchen Fragen diskutieren sie engagiert mit? 
  • Welche Art von Humor kommt an?
  • Brauchen deine Kunden eine große Dosis Empathie oder eher einen liebevollen Tritt in den Po?
  • Welche Formate sprechen deine Kunden an? Sind sie aktiv dabei, wenn du live gehst? Teilen sie deine Videos? Reagieren sie interessiert auf Storys?

Versuche erst einen Social-Media-Kanal zu “knacken”, bevor du dir die nächste Plattform vornimmst. Wer auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzt, ist überall und nirgends präsent. Und hinterlässt selten einen bleibenden Eindruck.

Du bist dir nicht sicher was du auf Social Media posten sollst? Dann habe ich hier 50 Ideen für dich.

Schritt 3: Mache deine Seite mit einem Blog zum Publikumsmagneten im Netz

Social Media ist super, um ein Gefühl für deine Kunden zu entwickeln und herauszufinden, für welche Themen sie sich interessieren.

Aber es ist kein nachhaltiger Weg, um eine Community rund um deine Marke im Netz aufzubauen. Und das hat mehrere Gründe:

  • Du bist auf Social Media immer nur zu Gast. Wenn die Facebook oder Instagram die Regeln ändern, kann es sein dass du innerhalb von Stunden den Zuganz zu deinen Followern verlierst. Oder auf einmal dafür zahlen mußt. 
  • Social Media Beiträge haben eine Halbwertszeit von maximal 24 Stunden. Danach verpuffen sie in den Tiefen des Internets. Social Media ist eine Marketing-Maschine, die immer wieder mit neuen Inhalten gefüttert werden muss. Sonst hört sie auf für dich zu arbeiten.
  • Deine Kunden können dich über Social Media nur schwer finden. Social Media ist prima, um eine Beziehung zu deinen Kunden aufzubauen. Aber sie werden dich über Social Media nur bedingt finden. 

Deshalb solltest du zusätzlich auf deiner Seite eine Wissensplattform in Form eines Blogs, Podcasts oder Videos aufbauen. Der Vorteil:

  • Diese Inhalte gehören dir. 
  • Du positionierst dich durch hilfreiche Blogposts oder Podcasts als Expertin für dein Thema und du baust Vertrauen auf
  • Sie sorgen dafür, dass du mehr Traffic auf deine Seite bekommst
  • Du wirst durch diese Inhalte besser über Google oder Pinterest gefunden

Ich finde es auch wichtig den Blog zu nutzen, um die “richtigen” Kunden zu bestärken und die Menschen, die eher nicht zu dir passen, abzuschrecken.

In deinen Blogbeiträgen kannst du den Besuchern deiner Seite auch zeigen wie du arbeitest, was dir in der Zusammenarbeit wichtig ist und wo deine Schwerpunkte liegen. 

Praktisch alle Kunden, die im letzten Jahr meinen Blogplaner gekauft haben, kennen mich bereits von meinem Social Media Kanälen und meinem Blog. Sie wissen, dass mir das Thema Content Planung am Herzen liegt und haben sich deshalb bewusst für mein Buch entschieden.

Wenn du eine Content-Plattform auf deiner Seite aufbaust, mache es ähnlich wie bei den Social Media Kanälen: konzentriere dich zunächst auf eine Plattform. Veröffentliche regelmäßig Blogposts. Mache mindestens den braunen Gürtel im Bloggen oder werde ein Podcast-Rockstar, bevor du dich auf das nächste Format einlässt.

Wenn du dir unsicher bist, welches Format am besten zu dir passt, ließ meinen Blogpost Blog vs Podcast: das sind die Vor- und Nachteile.

Schritt 4 : Baue einen E-Mail Verteiler auf und erreiche deine Kunden direkt

E-Mail ist aktuell die einfachste und zuverlässigste Methode, um deine Kunden direkt zu erreichen. Und deine Online Kurse zu verkaufen. 

Aber wie bekommst du deine Kunden in deine E-Mail Liste?

Am einfachsten geht das über eine kostenlose Ressource, auch Lead Magnet oder Freebie genannt, die du deinen Kunden als Dankeschön schickst, wenn sie sich für deinen Newsletter anmelden. 

Das kann eine Checkliste, ein Mini-Kurs, eine Vorlage oder eine Anleitung sein. Hauptsache es löst ein kleines Problem für deine Kunden und macht ihnen Appetit, mehr von dir zu hören.

Das ist übrigens mein aktueller Lead Magnet:

Wenn dein Lead Magnet fertig ist, geht der Spaß erst richtig los. Nutze deinen Social Media Kanal und deinen Blog (oder Podcast), um so viele Menschen wie möglich auf dein Freebie aufmerksam zu machen. Bewirb es überall und mache deine Kunden wieder und wieder auf diese Ressource aufmerksam.

Ganz wichtig: lasse deine zukünftigen Kunden nicht im Regen stehen, sobald sie sich für deinen Lead Magnet angemeldet haben. Stelle dich vor und begrüße sie mit einer kurzen E-Mail Serie, die weiter Vertrauen aufbaut. Und investiere weiter in die Beziehung zu deinen Interessenten. Sende ihnen beispielsweise einen regelmäßigen Newsletter (der übrigens auch gerne auf deinem wöchentlichen Blogpost basieren kann).

Es dauert, bis zu 12 Monate, bis aus “normalen”  Interessenten kaufbereite Interessenten werden. Die verschiedenen Phasen, die deine Kunden durchlaufen bis sie bereit sind von dir zu kaufen, habe ich in diesem Blogbeitrag nochmal ganz genau aufgeschlüsselt.

Online Kurse verkaufen: wie viele Kunden brauche ich eigentlich?

Willst du jetzt schnell Geld verdienen oder baust du ein Online-Unternehmen auf? Wenn Online Kurse verkaufen nicht nur eine schnelle Nummer ist, brauchst du weniger Kunden, als du denkst.

Das Superfan Prinzip hat meine Sicht auf das Thema Online-Marketing nachhaltig verändert

Online Kurse verkaufen geht am einfachsten mit einer Community von Superfans

Kevin Kelly, der Gründer des Wire Magazins, hat 2008 einen Artikel mit dem Titel 1000 True Fans geschrieben, der meine Sicht auf das Thema Marketing und Community-Aufbau im Netz nachhaltig beeinflusst hat.

In dem Artikel geht es darum, dass wir im Netz als “Infopreneurs”, also als Menschen die Wissen in Form von Online-Produkten wie Kurse und Workshops verkaufen, nicht Millionen von Fans benötigen. 

Um als Künstlerin, Autorin, Fotograf, Coach, Beraterin, Designerin, Unternehmerin oder Therapeutin gut und bequem leben zu können, brauchen wir nur 1000 echte Fans.

Ein echter Fan ist eine Kundin, die von dir und deinem Angebot so überzeugt ist, dass sie  einfach jedes Produkt von dir kaufen oder jeden Dienst von dir buchen würden.

  • Diese Menschen kaufen dein Buch, noch bevor klar ist um was es eigentlich geht.
  • Diese Menschen reisen hunderte von Kilometern, nur um dich sprechen zu hören.
  • Diese Menschen kaufen ungesehen dein neues Bild.

Wenn jeder dieser 1000 Fans einmal pro Jahr 100 Euro bei dir ausgibt, kannst du davon gut leben.

Und wenn du aber davon ausgehst, dass du vielleicht auch teurere Produkte anbietest, kannst du mit diesen 1000 Fans dein Traumleben führen:

  • Du willst deinen Mann in den Ruhestand schicken? Das geht.
  • Du willst eine Stiftung für benachteiligte Kinder gründen? Kein Problem
  • Du willst in Kroatien am Meer leben? Los gehts.

Versuche das Thema Community-Aufbau mit der Superfan-Brille anzugehen.

Es geht nicht darum, 100.000 von Followern rund um deine Marke zu scharren. Es geht darum, die 1000 Menschen im Netz zu finden, die zu dir und deiner Marke passen. Und eine langfristige Beziehung zu diesen Menschen aufzubauen.

Damit ihr miteinander wachsen könnt. Und nicht nur einmal, sondern sogar mehrmals oder langfristig miteinander arbeiten könnt.

Und das möchte ich dir zum Schluss mitgeben: 

Egal ob du gerade dabei bist deinen Social Media Kanal zu finden oder deine E-Mail Liste aufzubauen: konzentriere dich auf den einzelnen Menschen. 

Wem kannst du heute helfen? Wen kannst du heute inspirieren? Für wen kannst du heute eine Frage beantworten?

Wenn es dir gelingt heute einen einzigen Super-Fan zu gewinnen, hast du den Grundstein für dein erfolgreiches Online-Business gelegt und kannst deine Online-Kurse verkaufen.

Alle Tipps in diesem Artikel sind Gold wert. Aber sie sind total nutzlos, wenn du nicht loslegst und sie umsetzt.

Lade dir jetzt meine Vorlage für Blogartikel runter die verkaufen – und die du wunderbar als Basis für reichweitenstarke Social Media Posts verwenden kannst.

So schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe: