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Gastbeitrag von Madita Schäkel

Ein Leadmagnet (auch Freebie genannt) ist ein Geschenk, das du deinen potenziellen Kunden machst.

Im Gegenzug bekommst du die E-Mail-Adresse und kannst sie kontaktieren. Klassische Leadmagnete sind Checklisten, kurze Videoserien, E-Books, Whitepaper oder Mini-Kurse. 

Ein Leadmagnet ist immer noch eine der besten Möglichkeiten, um dir eine E-Mail-Liste aufzubauen, die nicht nur an deinem Thema interessiert ist, sondern am Ende mit hoher Wahrscheinlichkeit auch deine Angebote kauft. 

Wenn du dir also ein Publikum für deinen Online-Kurs-Lauch aufbauen willst, ist ein Leadmagnet eine richtig gute Idee. 

Höre dir hier das komplette Interview mit Madita Schäkel an

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Ich stelle mir das immer so vor wie ein Sieb. Je feiner die Poren, desto feiner sind auch die Sandkörnchen, die rauskommen. Grobe Kiesel und Steinchen bleiben hängen. So ist es auch mit deinem Leadmagnet – je konkreter und strategischer du dein Freebie entwickelst, desto besser passen die Menschen, die du damit anziehst zu dir. 

Jetzt ist nur die Frage: Wie bringst du die Leute dazu, sich deinen Leadmagnet zu schnappen? 

Das ist eine super wichtige Frage, denn im Online-Marketing-Bereich erleben wir gerade eine Leadmagnet-Schwemme. Überall bekommen wir kostenlose E-Books, Checklisten, Guides, Webinare, Challenges und vieles mehr. 

“Kostenlos” alleine reicht als Argument einfach nicht mehr aus. Da kommen Landingpages ins Spiel. 

Deine Leadmagnet Landingpage hat 2 Ziele. 

  1. Die Leute auszusieben, für die dein Freebie nicht interessant ist
  2. Die Leute für die dein Freebie interessant ist, davon zu überzeugen, dass sie es sich herunterladen UND auch konsumieren 

Wie schreibe ich eine überzeugende Landingpage für meinen Leadmagnet?  

Keine Sorge, das ist nicht so schwer, wie du vielleicht denkst. Ich weiß, dass viele ein bisschen verspannen, wenn es darum geht eine Landingpage zu schreiben. Ist auch irgendwie verständlich – immerhin muss der Text sitzen. 

Es gibt tatsächlich ein paar Dinge, die du beachten solltest. 

Beim Schreiben von Landingpages gelten einfach andere Regeln als bei anderen Seiten. 

Die gute Nachricht ist, dass du kein Werbetexter oder Werbetexterin sein musst, um Landingpages zu schreiben, die tatsächlich konvertieren. 

Um dir das zu beweisen, habe ich dir diesen Guide für Anfänger zusammengestellt. Hier findest du die 5 wichtigsten Schritte und konkrete Aufgaben, die dich da durch lotsen, sodass du am Ende eine Leadmagnet Landingpage hast, die dir viele neue Abonnenten bringt. 

Ready? 

Dann starten wir doch direkt mal mit dem ersten Schritt.  

Schritt 1: Warum sollte ich mir deinen Leadmagnet überhaupt schnappen? 

Der erste wichtige Trick ist, dass du dir ein paar Dinge überlegst, BEVOR du anfängst zu schreiben. Das ist ganz, ganz wichtig. Die meisten machen den Fehler, dass sie einfach losschreiben. 

Und dann merken sie, dass sie nicht weiterkommen und schon haben wir das Phänomen der Schreibblockade. Das beste Mittel, um diese lästigen Dinger ganz zu vermeiden, ist Recherche und eine solide Vorarbeit. 

Starte damit, warum sich deine Leser deinen Leadmagnet herunterladen sollten. 

Klingt einfach, wird aber erstaunlich oft nicht beachtet. Was genau haben sie davon? 

Wenn du gerne Romane liest oder dich schon mal mit Storytelling befasst hast, kennst du vielleicht die Hero’s Journey – im Deutschen sagt man auch Heldenreise. 

Stell dir mal vor, der Held (Protagonist) einer Geschichte würde absolut keine Veränderung durchmachen. Am Ende der Geschichte ist er genau dieselbe Person wie am Anfang. Dann hätten wir keinen Grund, diese Geschichte zu lesen. Es würde uns absolut keinen Spaß machen. 

Ohne Veränderung gibt es keine Story. Ohne ein Problem gibt es keine Story. 

Genau so ist es bei deinem Freebie auch. Wenn es keine Veränderung, keine Transformation gibt, gibt es auch keinen Grund, es herunterzuladen.

Wir haben alle nur begrenzt Zeit und Energie. Deswegen nutzen wir unsere Zeit und unsere Energie nur für die Dinge, von denen wir etwas haben. 

Wann hast du das letzte Mal ein E-Book gelesen, bei dem dir nicht klar war, was du davon hast? Oder wann hast du dir das letzte Mal ein Webinar angeschaut, ohne Hoffnung, dass sich irgendwas in deinem Leben oder Business ändert?  

Macht Sinn, oder? 

Deswegen kommen wir jetzt zur ersten Aufgabe. 

Aufgabe 1: Mach die Superman-Übung

Ich möchte gerne heute eine Übung mit dir teilen, die ich sonst nur in meinem Freebie preisgebe – und zwar die Superman-Übung. Ich habe diese Übung von Joanna Wiebe gelernt und nutze sie immer noch jedes Mal, bevor ich eine Landingpage für mich oder meine Kunden schreibe. 

Superman ist ein – naja Superheld halt. Aber wenn wir an Superman denken, denken wir nicht nur an ihn, sondern auch an Clark Kent. Kent ist sozusagen die menschliche Version von Superman, der alle möglichen Probleme hat. 

Das ist genau die Perspektive, die dir dabei hilft, deinen Leadmagnet so richtig attraktiv für deine Leser zu machen. 

Okay, so geht’s. 

Die Superman-Übung für bessere Landingpages

Füll diese Tabelle mal für dich aus. Hier kannst du dir das Arbeitsblatt kostenlos herunter laden.

Mach einfach erstmal, wie du denkst und dann optimierst du.

Wichtig ist nur, dass du eine klare Vorstellung davon hast, was die Transformation ist – also was durch dein Freebie möglich wird – bevor du zum zweiten Schritt gehst.

Schritt 2: Was kannst du auf deiner Landingpage schreiben, dass mich überzeugt? 

Gut, du weißt also, für wen du schreibst und was die Transformation ist. Jetzt geht’s direkt weiter. Du hast zwar ein grobes Konzept, aber du weißt immer noch nicht, was genau du auf der Landingpage schreibst. 

Bevor du dich um das Wie kümmern kannst, brauchst du erstmal das Was. 

Was schreibst du auf der Leadmagnet Landingpage? Was kommt in die Headline? Was in die Subheadline? Was in die Bullets und so weiter… 

Stell dir das „Was“ wie die Mechanik deiner Seite vor, die dafür sorgt, dass am Ende alle Zahnräder ineinandergreifen und alles funktioniert. Spricht, dass die Landingpage überzeugt. 

Wir wählen ganz strategisch aus, was wir auf der Landingpage schreiben, um den bestmöglichen Effekt zu bekommen. 

Da kommt die Recherche ist Spiel. Recherchiere so viel zu kannst und finde alles heraus, was für deinen Leser oder deine Leserin relevant ist. Was beschäftigt sie? Was will sie? Warum will sie das? 

Je realer, stimmiger und konkreter diese Informationen sind, desto besser werden die Texte. 

Aufgabe 2 – Versetz dich in die konkrete Lage deines Lesers oder deiner Leserin

Vielleicht fragst du dich jetzt, welche Informationen du auf jeden Fall brauchst, um die Landingpage schreiben zu können. Deswegen habe ich dir diese Aufgabe konkret so gestellt, dass du genau weißt, wonach du suchen solltest. 

Wichtig ist an dieser Stelle, dass du so konkret wie möglich wirst. 

  1. Was ist das ungelöste Problem deiner Leserin? (in Bezug auf das, was du anbietest) 

Zum Beispiel: Sie schreibt fleißig Blogartikel, gewinnt aber trotzdem keine Kunden damit

  1. Was ist das unerreichte Ziel?

Zum Beispiel: Sie will jede Woche mindestens 2 Anfragen in ihrem Postfach haben. 

  1. Was ist der unerfüllte Wunsch

Zum Beispiel: Sie will endlich von ihrer Selbstständigkeit leben können und nicht immer auf ihren Partner angewiesen sein, wenn es um Miete, Urlaube und so etwas geht. 

Beantworte diese 3 Fragen mal für dich und schau, was so dabei rauskommt. 

Schritt 3: Jetzt bringst du das Ganze in eine Struktur, die Conversions fördert aka. die Must-haves deiner Landingpage

Eine der Fragen, die mir am häufigsten gestellt werden, ist diese hier: Was kommt alles auf eine Landingpage? Wie baut man die auf? 

Ich empfehle dir, diese Elemente auf jeden Fall zu nutzen. Insbesondere dann, wenn du die Landingpage für eine Zielgruppe schreibst, die dich noch nicht gut oder gar nicht kennt.

  1. Headline und Subheadline

Hier erregst du Aufmerksamkeit zeigst, dass dein Angebot für deinen Leser oder deine Leserin relevant ist. 

  1. (Einleitung) – wird auch manchmal weggelassen, deswegen in Klammern

Hier weckst du, wenn du kannst, Emotionen. Wie zeigt sich das Problem konkret in ihrem Leben? Was kostet sie das? 

  1. Bullet Points

Hier weckst du Neugier. Was erwartet mich in deinem Leadmagnet? Worauf kann ich mich freuen? Was bringt mir das? 

  1. Über dich

Hier erklärst du deinem Leser unmissverständlich, warum du ihm helfen kannst. Was befähigt dich dazu, dieses Problem zu lösen? Warum genau kannst du helfen, das Ziel zu erreichen? 

  1. Social Proof

Damit beweist du, dass das, was du auf deiner Landingpage schreibst, tatsächlich stimmt. Hier eignen sich Testimonials wunderbar. 

Wir nehmen hier mal den wichtigsten Bereich genauer unter die Lupe.  

Headline und Subheadline

Deine Headline (Überschrift) und Subheadline (Unterüberschrift) sind mit Abstand die wichtigsten Zeilen auf deiner gesamten Landingpage.

Wie stark oder schwach deine Headline ist, hat direkten Einfluss auf deine Conversion Rate. Deswegen ist es so wichtig, dass du dir ganz genau überlegst, welche Headline du schreibst. Gute Überschriften zu schreiben ist nicht leicht, aber mit ein bisschen Übung hast du den Bogen schnell raus. 

Der erste Job der Headline ist es die Aufmerksamkeit des Lesers zu erregen und/oder zu halten. Passiert das nicht, liest kein Mensch weiter. Wenn keiner weiterliest, dann meldet sich auch niemand an. 

Der zweite Job, der deine Headline hat, ist dem Leser folgende Frage zu beantworten: Ist das für mich relevant? 

Je besser du deine Leserin kennst – also welches Problem sie unbedingt lösen will, wie sich das Problem in ihrem Leben zeigt, was ihr Ziel ist, was ihr Wunsch ist, wie ihr Leben aussieht, wenn sie ihr Ziel und ihren Wunsch erreicht hat, desto relevanter wird dein Text. 

Ein kleines Beispiel:

Angenommen du bist eine junge Mutter, die vor circa einem Jahr ein Baby bekommen hat. Seit dem kämpfst du mit überschüssigen Pfunden, die du einfach nicht los wirst. Du achtest auf deine Ernährung, machst Sport – aber es passiert nix. Du fühlst dich unwohl. 

Welche Headline ist relevanter und ansprechender für dich? 

Headline: “Die 5 besten Geheimtipps für einen flachen Bauch” 

Subheadline: “Lade dir hier das kostenfreie E-Book herunter und lerne, wie du endlich einen flachen Bauch bekommst”

oder…

Headline: “Bereit, die überschüssigen Babypfunde loszuwerden und dich endlich wieder wohl in deinem Körper zu fühlen?”

Subheadline: “In diesem kostenlosen E-Book zeige ich dir, wie ich es geschafft habe, diese hartnäckigen 10 Kilo für immer loszuwerden und warum die ganzen gängigen Tipps bei mir überhaupt nicht funktioniert haben.” 

Welche Headline ist relevanter für dich, wenn du eine junge Mama bist? 

Wenn du eine Headline schreibst, die genau die richtigen Themen beinhaltet, werden sich nicht nur mehr Leute bei dir anmelden. Eine starke Headline sorgt auch dafür, dass sie das E-Book wirklich lesen. Weil du Vorfreude und Hoffnung geweckt hast. 

Wenn wir aus der zweiten Headline eine Formel machen würden, sähe das so aus. 

Headline: “Bereit (Problem) hinter dir zu lassen und (Ziel zu erreichen)?”

Subheadline: “In diesem (was es ist) zeige ich dir/lernst du, wie ich es geschafft habe/wie du (Problem zu lösen) und warum (was sie schon ausprobiert haben) nicht funktioniert.

Es gibt unendlich viele verschiedene Formeln für conversion-starke Headlines. Versuch doch mal, ob diese hier für dein Angebot funktioniert. 

Aufgabe 3: Lege für jeden dieser Bereiche fest, was du schreiben möchtest

Jetzt, wo du weißt, was in jedem Bereich wichtig ist, legst du dir am besten zurecht, was du schreiben willst. Das kannst du gerne einfach erstmal stichpunktartig machen. 

Zum Beispiel so: 

  • Headline: Problem, dass sie zu wenig Kunden haben
  • Einleitung: Gefühl, wenn sie ihren Kontostand checken

Glaub mir, das hilft enorm, weil du dann einen konkreten Plan hast. Das ganze dann in Form zu bringen, ist relativ einfach. 

Schritt 4: Wie kannst du dieses Was formulieren, damit ich mich angesprochen fühle?

Erst jetzt kommt der Schritt, mit dem die meisten anfangen. Jetzt formulierst du den Text für deine Landingpage aus. 

Stell dir vor, du hättest diese ganzen Infos, die du bis jetzt zusammengetragen hast, nicht parat. Die Wahrscheinlichkeit, dass du irgendwas schreiben würdest, was gar nicht super relevant ist, ist groß.

Die besten Methode, um Schreibblockaden zu vermeiden, ist von anfang an zu wissen, was du schreiben willst.  

Gut, jetzt haben wir also diesen ungeschliffenen Rohdiamanten von Landingpage. Deine Aufgabe ist es als nächstes, die einzelnen Elemente auszuformulieren, sodass die Seite Form annimmt. 

Aufgabe 3: Formuliere die einzelnen Elemente aus

Let’s go! 

Wichtig ist, dass du deinen inneren Kritiker ausstellst. Schreib einfach erstmal. Erlaube dir, einen schlechten Text zu schreiben. Sobald du das machst, wird der Text meist auf wundersame Weise gut.

Selbst wenn nicht. Writing is rewriting. Besser machen kannst du immer noch. 

Schnapp dir gerne auch die Headline-Formel und versuch mal, ob sie für dein Angebot funktioniert. 

Ich weiß, das ist erstmal viel. Genau wie es beim Bloggen Anfängerfehler gibt, gibt es die im Copywriting auch. Aber Übung macht den Meister. 

Wenn du nur eine Sache aus diesem Artikel für dich mitnimmst, lass es diese hier sein: Die Vorarbeit ist das wichtigste, wenn du eine Landingpage schreibst. 

Wenn du die Vorarbeit erledigt hast, hast du 80 Prozent der Arbeit schon fertig. Also, nicht überspringen. 

Happy copywriting!