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Gib Abmahnern keine Chance. DAS muss in deinem Blog-Impressum drinstehen: I www.annehaeusler.de

Darf ich mal ehrlich sein? Mein Blog Impressum hat für mich einen ähnlichen Stellenwert wie die Steuererklärung.

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Es ist ein notwendiges Übel, um das man nicht herum kommt. Und wenn man das Thema ignoriert, kann es  unangenehme Konsequenzen haben.

Deshalb habe ich für dich einmal einen Rundumschlag gemacht und die wichtigsten Infos zum Thema Blog Impressum für zusammengestellt.

Nimm dir einmal die Zeit, erstelle ein wasserdichtes Impressum für deinen Blog oder deine Unternehmenswebseite. Und dann gönne dir das beruhigende Gefühl, dich eine Weile nicht mehr mit diesem Thema beschäftigen zu müssen. Und eine Packung Rafaello…oder auch zwei 😉

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Was ist ein Impressum 

Der Begriff “Impressum” kommt ursprünglich aus dem Lateinischen und bedeutet “Aufgedrücktes”. Vermutlich, weil der Gesetzgeber uns das Thema aufs Auge drückt…

Die Impressumspflicht ist ein Relikt aus dem Printbereich:

Ursprünglich mußten Printpublikationen im Impressum Angaben zu den Autoren, Redakteuren, den Herausgebern und dem Verlag machen. Auch Kontaktdaten mussten zwingend angegeben werden.

Heute ist das Impressum eine Pflichtangabe für alle (kommerziell genutzten) Webseiten. Ich schreibe das absichtlich in Klammern, weil die Definition von kommerziell in diesem Fall sehr sehr eng ist. 

Im Prinzip empfehle ich ALLEN Seiten ein Impressum zu erstellen. Aber darauf kommen wir gleich noch im Detail zu sprechen.

Im Impressum müssen bestimmte Angaben zum Besitzer und den Verantwortlichen einer Webseite gemacht werden. Wer ein Impressum oder eine Anbieterkennzeichnung benötigt und was drin stehen muß, regelt das Telemediengesetz (TMG).

WER BENÖTIGT EIN IMPRESSUM

Rein gesetzlich benötigen alle Webseiten ein Impressum, die regelmäßig jounalistisch-redaktionelle Inhalte veröffentlichen und/oder mit ihrer Seite Geld verdienen bzw. verdienen wollen.

Bitte ließ dir die folgenden Punkte genau durch. Es sind nämlich deutlich mehr Blogger impressumspflichtig, als allgemein angenommen!

DU BIST IMPRESSUMSPFLICHTIG, WENN DU…

  • Regelmäßig jounalistisch-redaktionelle Inhalte veröffentlichst. Das wird im Rundfunkstaatsvertrag leider ist nicht eindeutig geklärt, was journalistisch-redaktionelle Inhalte genau sind. Deshalb solltest du auf jeden Fall ein Impressum auf deiner Seite haben, wenn du regelmäßig Blog-Posts veröffentlichst. Zu welchem Thema auch immer
  • Beiträge oder Fotos gegen Bezahlung veröffentlichst.
  • Für Produkt-Tests oder -Vorstellungen Geld bekommst
  • Produkt-Tests durchführst, bei denen du das Produkt behalten darfst. Ich weiß, viele Blogger sehen das anders. „Das Produkt war ja ein Geschenk“. Nur in dem Moment, in dem du für das „geschenkte“ Produkt eine Gegenleistung in Form von einem Blogpost, einem Bild bei Instagram, einen Tweet etc. erbringst,  benötigst du ein Impressum.
  • Werbedienste wie Google Adsense, Amazon Partnernet oder andere einbindest
  • An Affiliate Programmen teilnimmst
  • Werbeformate wie Banner in deine Webseite oder deinen Blog einbindest
  • Irgendeine Art von Aufwandsentschädigungen für Leistungen erhältst, die im Zusammenhang mit deinem Blog stehen

DU BIST NICHT IMPRESSUMSPFLICHTIG, WENN DU…

  • Ausschließlich privat im Netz unterwegs bist und dein Blog rein persönlichen oder familiären Zwecken dient. Auch hier ist leider nicht im Detail geklärt, was darunter zu verstehen ist. Wenn deine Seite im Netz versteckt oder passwortgeschützt ist, brauchst du vermutlich kein Impressum. Aber auch hier würde ich im Zweifelsfall immer auf Nummer Sicher gehen.

WO MUSS DAS IMPRESSUM AUF DER SEITE EINGEBUNDEN WERDEN?

Das Impressum muss  nach dem Telemediengesetz „leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar“ sein. Lange Rede kurzer Sinn: lege für das Impressum eine eigene Seite und binde die Seite in deine Navigation ein.

Achte darauf, dass dein Impressum von jeder Seite deines Blogs erreichbar ist. 

Es ist nicht nötig, das Impressum in die Hauptnavigation einzubinden. Die meisten Menschen verlinken aus dem Footer auf ihr Impressum. Ich mache das auch so.

Hinweis: Kreative Wortspiele wie Sonstiges Gedöns oder Backstage sind beim Impressum keine gute Idee. Der Humor von Anwälten bewegt sich in sehr engen Grenzen. Das Impressum heißt Impressum. Punkt.

Diese Angaben gehören in dein Blog Impressum:

  • Vor- und Nachname des Betreibers der Webseite 
  • Anschrift in Form von Straße, Nr, PLZ & Ortsname. Eine Postfachadresse reicht nicht aus.
  • Eine existierende und gültige Email-Adresse
  • Registernummer des Unternehmens
  • Umsatzsteuer-Identifikationsnummer/Wirtschafts-Identifikationsnummer
  • Angaben zur zuständigen Aufsichtsbehörde (wenn eine behördliche Zulassung des Betriebes gefordert ist)

Und dann wird es kompliziert. Je nachdem welche Art von Blog du betreibst, gibt es eine allgemeine, umfassende oder eingeschränkte Impressumspflicht. Außerdem müssen einige der folgenden Punkte berücksichtigt werden (oder auch nicht): 

  • Verwendung von Facebook Like-Buttons und Ähnlichem
  • Verwendung von Google Analytics oder Adsense
  • Ausführungen zur Haftung von Links und Inhalten und zum Urheberrecht
  • Affiliate Programme
  • Cookies
  • Newsletter
  • Shop & Versand
  • Berufsspezifische Daten (Angaben zu Kammer, Berufsbezeichnung/-verband)
  • Bildnachweise
  • Umsatzsteuer ID
  • Rechtsform bei Firmen
  • Handelsregistereintrag
  • Datenschutzerklärung (auf einer gesonderten Seite)

Fazit: Für Normalsterbliche wie dich und mich ist es nicht möglich, alleine ein Impressum zu erstellen. Und das musst du zum Glück auch nicht!

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Im Netz gibt es eine Reihe von Webtools, sogenannte Impressum-Generatoren, die dich dabei unterstützen ein maßgeschneidertes  Impressum für dich und deinen Blog zu erstellen: 

Erstelle dein Blog Impressum mit einem Impressum-Generator:

Diese Impressum-Generatoren kann ich empfehlen

Was passiert, wenn ich kein Impressum für meinen Blog habe?

Ich kann dir nur raten, das Thema Impressum nicht auf die leichten Schultern zu nehmen.

Wenn dein Blog oder deine Webseite kein Impressum besitzt oder du dein Impressum nicht vollständig angelegt hast, kannst du abgemahnt werden. Und das kostet fast immer eine ordentliche Stange Geld. Von dem Ärger mal ganz abgesehen.


Selten schicken Konkurrenten einem den Anwalt vorbei. Viel größer ist die Gefahr das du ein Opfer von so genannten Abmahnanwälten wirst, die das Netz systematisch nach unvollständigen Impressum-Seiten durchkämmen. Ja, solche Leute gibt es auch in rechtlichen Berufen.

Im Fall der Fällt: nimm dir einen Anwalt. Abmahnanwälte arbeiten mit ähnlichen Methoden wie Kredithaie: knappe Deadlines, Drohszenarien, juristischer Fachjargon… Lass dich dadurch nicht verunsichern!

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Die einfachste Methode solche Probleme zu vermeiden ist natürlich ein wasserdichtes Impressum. Also nutze die Impressum generatoren und sicher dich ab.

Nachsatz: Im Netz kursieren immer wieder “Tipps”, wie man die Namens- und Adresspflicht im Impressum umgehen kann. Die meisten dieser Tipps sind rechtlich NICHT haltbar!

Wenn du (aus welchen Gründen auch immer) deinen Namen oder deine Adresse nicht im Impressum veröffentlichen möchtest, sprich dich VORHER mit einem Anwalt ab.

Weiterführende Quellen: