Seite auswählen

Wer erfolgreich bloggen will, muss in seinen Blog investieren I www.annehaeusler.deUm direkt eines klar zu stellen, dieser Blogpost richtet sich NICHT an reine Hobbyblogger. Wenn du deinen Blog nur für deine Mum und ein paar enge Freunde schreibst musst du keinen Cent ausgeben, um deine Leser glücklich zu machen. Richte dir einen gemütlichen Blog bei WordPress.org ein und blogge dich glücklich.

Wenn du dagegen zielorientiert bloggst (ich erkläre dir gleich was damit gemeint ist), musst du langfristig in deinen Blog investieren. Wenn du eine oder mehrere der folgenden Aussagen mit „ja“ beantworten kannst, solltest du neben deiner Arbeit, Kreativität und Begeisterung auch Geld in dein Blog Baby fließen lassen.

  1. Mein Blog ist ein wichtiger Pfeiler meiner Marketing Strategie:

Du möchtest deine Leser mit deinem Blog nicht nur unterhalten, sondern du willst ihnen einen Service oder ein Produkt verkaufen? Dann muss deine Seite professionell aussehen und laufen wie ein Duracell Häschen. Ein durchdachter, schön designter Blog bringt dir nicht nur Traffic (und damit Kunden). Er ist auch das Aushängeschild deines Unternehmens.

  1. Ich stoße beim Bloggen ressourcenmäßig an meine Grenzen

Ein professionell aufgestellter Blog ist Arbeit. Viel Arbeit! WordPress und Plugins aktualisieren, Bilder knipsen und bearbeiten, Grafiken bauen, Social Media Kanäle pflegen, vielleicht sogar noch einen Newsletter zusammen stellen und versenden… Wer immer noch der Meinung ist man muss für einen erfolgreichen Blog nur ein bisschen schreiben können, hat die letzten 10 Jahre im Dorf meiner Großeltern verbracht (dem letzten Ort in Deutschland OHNE Internet und OHNE Mobilfunk). Die Lösung: konzentriere dich auf deine Kernkompetenzen und lagere den Rest aus. Es macht keinen Sinn das kleine IT-Abzeichen zu machen, nur um eine Zeile Code zu ändern. Nutze deine Zeit sinnvoll um hervorragende Inhalte zu erstellen und dein Netzwerk auszubauen. Und nicht um dir Fähigkeiten anzueignen, die dir nicht liegen oder die du selten brauchst.

  1. Mein Blog ist (mehr als nur) ein Hobby

„Mein Blog ist nur ein Hobby, dafür möchte ich kein Geld ausgeben“. Wie oft habe ich mich schon über diesen Satz gewundert. Es gibt Hobbys und es gibt Hobbys. Wenn dein Blog ein langfristiges, ernsthaftes Hobby ist oder wenn du mit deinem Blog sogar ein kleines Zusatzeinkommen verdienen willst, spricht nichts dagegen Geld zu investieren. Es gibt kaum ein Hobby, das komplett kostenlos ist. Meinen Marathon bin ich schließlich auch nicht in Jeans und Flip Flops gelaufen. Und glaube mir…da war von vorneherein klar, dass ich mit dem Laufen NIE Geld verdienen werde.

Wichtig: Lege ein Budget für deinen Blog fest

Bevor du mit dem Geld ausgeben loslegst, lege ein Budget für deinen Blog fest und kontrolliere deine Ausgaben regelmäßig. Bei der Menge an Tools, Premium Themes und Kursen da draußen verfällst du sonst leicht in einen kleinen Kaufrausch. Was für die einen Schuhe sind, sind für die anderen Plugins…oder schicke Grafiken.

Eine Freundin von mir hat beispielsweise eine ganze Festplatte voll mit coolen Gadgets vom Creativemarket…natürlich bislang ungenutzt. Und ich gehe mit dem Kindle gerne Bücher zum Thema Social Media und Online Marketing shoppen. Meine Bibliothek ist echt sehenswert… wenn ich nur die zeit hättte, die Bücher auch alle zu lesen.

Wichtig: Gib dein Geld strategisch aus

Überlege dir genau, für was du dein Geld ausgibst und wie deine Ausgaben aktuell und in Zukunft die Entwicklung deines Blogs unterstützen.

Sonst entwickelst du schnell das Equipment Blogger Syndrom: nur weil du ein teures Backup Plugin gekauft hast, ist dein Blog noch lange nicht sicher. Du musst es auch einrichten. Nur weil du den teuren Instagram Kurs gebucht hast, bist du noch lange kein Insta Star. Du musst die Tipps auch umsetzen.  Lass dich von dem guten Gefühl beim Kaufabschluss nicht täuschen.

13 Tools und Features für deinen Blog in die du investieren solltest

  1. Eine eigene Domain

Endlich ein eigener Name! Die Anmeldung einer eigenen Domain ist an sich schon mal ein ziemlich gutes Gefühl. Schließlich macht dich das quasi zur Online-Hausbesitzerin. Eine eigene Domain ist aber auch ein wichtiges Investment in deinen Blog.

Mit einer eigenen Seite legst du nicht nur den Grundstein für eine erfolgreiche SEO Strategie, sondern dein Blog wirkt auch deutlich professioneller. Viele Hoster bieten Rundumsorglospakete mit Hosting und Domain aus einer Hand an. Dazu im nächsten Punkt mehr.

  1. Hosting – der Motor deines Blogs

Dein Hoster liefert den Motor deines Blogs. Mein Tipp: Hände weg von den Billigheimern, gönn dir den Mercedes! Neben der Performance (schnell!) solltest du auf einen guten Service Wert legen. Nichts ist nerviger, als wenn es im Blog doch mal knarrt und du stunden- oder sogar tagelang auf eine Antwort warten musst.

Ich selber bin bei One.com zufriedene Kundin. All-Inkl.com und domainFACTORY scheinen ebenfalls empfehlenswert zu sein.

  1. Profis haben ein Profi-Design

Der erste Eindruck zählt. Und damit der zweite und dritte Eindruck immer noch gut ist, solltest du in ein Profi-Theme investieren. Ja, es gibt auch jede Menge tolle kostenlose Themes. Aber da weißt du nie genau, was tatsächlich unter der Haube steckt. Profi-Themes von ElmaStudio und StudioPress sind sauber programmiert, werden regelmäßig aktualisiert und bei Problemen kannst du auf den Support zurückgreifen. Ich arbeite aktuell mit dem Divi Theme von Elegant Themes, von dem ich voll überzeugt bin.

  1. Alles Logo

Für ein komplettes Branding musst du mit mehreren tausend Euro rechnen. Wenn dir das zu viel ist, investiere wenigstens in ein professionelles Logo. Das Logo ist ein wichtiger Pfeiler deiner Online-Marke.

Mein erstes Logo habe ich für 50 Euro bei Fiverr erstellen lassen. Du kannst dort einen Wettbewerb für dein Logo ausschreiben und verschiedene Designer bewerben sich dann mit ihren Vorschlägen um deinen Auftrag.

Wenn du ein Logo haben möchtest das nach einem ausführlichen Briefing tatsächlich nur für deine Marke entwickelt wurde, musst du tiefer in die Tasche greifen. Dieses Logo begleitet dich dann aber auch die nächsten Jahre. In meiner Facebook Gruppe Blog und Business sind einige tolle Designer dabei. Bei Interesse einfach mal rumfragen

  1. Visitenkarten 

Visitenkarten sind immer noch ein wichtiges Business Accessoire. Online ist es einfach, mal eben auf dein Facebook-, Instagram-, Twitter- oder Xing-Profile zu verlinken. Aber in der Offline Welt gibt die Visitenkarte den Ton an.

Ich persönlich stehe ja total auf die Visitenkarten von Moo. Dort kannst du dein eigenes Template hochladen oder eines der vielen Designs nutzen.

Du bist dir unsicher, was auf deine Blog-Visitenkarte drauf muss? Dann schau mal bei meiner Blog-Kollegin Janneke vorbei. Die hat vor einiger Zeit einen tollen Post mit allen Infos zum Thema Visitenkarten geschrieben.

  1. Schütze seine Seite

Rien de Bad Plus…nichts geht mehr. Ein Satz der dich zum Millionär machen oder den Tod deines Blogs einleiten kann. Schütze deinen Blog vor Hackern und anderen zwielichtigen Gesellen.

Neben den Basics wie einer sicheren Passwort/Username Kombo (Diana hat einen ausführlichen Post zum Thema WordPress Sicherheit geschrieben… leider aus eigener Erfahrung) lohnt es sich in ein gutes Backup-Plugin zu investieren.

Eine Auswahl empfehlenswerter Backup-Plugins habe ich hier schon mal vorgestellt. Ich weiß, IT Sicherheit ist wirklich nicht sexy. Aber im Fall der Fälle könnten das die bestangelegtesten Euro deines Blogger-Lebens sein!

  1. Investiere in SEO

Yoast kennt eigentlich jeder, der sich mit WordPress und SEO schon mal auseinandergesetzt hat. Es gehört zu den besten SEO Plugins, die WordPress zu bieten hat. Die kostenfreie Version beinhaltet wichtige Funktionen wie die Bearbeitung des Post Titels und der Meta Description oder das Festsetzen eines Fokus-Keywords.

In der Premium Version bekommst du zusätzlich einen Redirect Manager (damit kannst du URLs umleiten) und Support dazu. Ich bin mit dem kostenfreien Plugin bisher gut gefahren, habe über die Premium Version bisher aber nur Gutes gehört.

  1. Baue deine Email Liste auf

Praktisch alle Blogger wollen ihre Leserschaft vergrößern und mehr Leute erreichen. Naja, jedenfalls alle Blogger, die meinen Blog lesen. Social Media ist super um schnell ein paar Leute mehr zu erreichen. Den direktesten Draht zu deinen Lesern hast du aber immer noch per Email. Kann sein, dass Facebook morgen seine Regeln ändert. Dann sind deine 2000 Facebook Buddies auf einmal nichts mehr wert. Email gibt es dagegen schon eine Weile und wird es auch noch eine Weile geben. Also setze dich hin und arbeite an deinem Verteiler. 

Mailchimp ist das perfekte Einsteigertool, um einen Email Verteiler aufzubauen. Bis 2000 bist du kostenlos dabei. Für mehr Abonnenten oder fancy Schnickschnack wie automatisierte Mails (hach, damit kann man tolle Sachen anstellen!) zahlst du extra.

Deutlich umfangreicher sind Tools wie ConvertKit oder Active Campaign. Die spielen aber auch preislich in einer anderen Liga und sind deutlich komplexer.

  1. Social Media Tools

Blogposts veröffentlichen ist nur die halbe Miete. Du musst die Werbetrommel für deinen Blog aktiv rühren, sonst bleibst du weit hinter deinen Möglichkeiten zurück. Social Media ist da dein bester Freund. Leider ist der Faktor Zeit ist für die meisten Bloggerinnen und Selbständigen DER große Engpass. Deshalb lohnt es sich, Social Media Aktivitäten im Voraus zu planen. Dadurch bist du im Netz präsent, bewirbst deinen Blog UND hast trotzdem noch Zeit für andere Dinge.

Buffer und Hootsuite sind beides tolle Tools, die du in der eingeschränkten Version kostenlos nutzen bzw. testen kannst. Ich hatte beide Tools auch schon in der Premium Version und muss sagen: beide sind ihr Geld absolut wert.

  1. Individuelle Stockbilder

Wenn du keine begnadete Fotografin bist, solltest du ein paar Euro in gute Stock Bilder investieren. Es gibt tolle kostenlose Bilderquellen im Netz, ich nutze die selber gerne. Aber gerade in der Business-Nische werden die gleichen Bilder (Laptop neben Kaffeetasse und der Schreibmaschinen-Klassiker) von allen Bloggern hoch und runter genudelt. Deshalb macht es Sinn sich nach und nach eine Sammlung von Bildern aufzubauen, die eben nicht jeder hat.

Bei Etsy oder auf Creativemarket findest du tolle individuelle Stockbilder zu erschwinglichen Preisen. Wenn du noch Budget übrig hast, engagiere eine Fotografin und lasse eigene Stockbilder schießen. Individueller geht es kaum und du kannst die Bilder immer wieder verwenden.

  1. Kamera Equipment

Wenn dir das Thema Fotografie liegt und schicke Bilder für deinen Blog eine Rolle spielen, lohnt es sich zu investieren.

Es muss nicht immer gleich eine große DSL Kamera sein. Meine Freundin Anette ist Fotografin und hat hier die besten Kompaktkameras für Blogger vorgestellt. Beleuchtung, Props und natürlich die entsprechende Software, um deine Bilder nachher zu bearbeiten, sind Investitionen die sich langfristig lohnen

  1. Investiere in dein Team

Je größer und erfolgreicher dein Blog Business wird, umso schwieriger ist es, alle Aufgaben rund um den Blog selber zu stemmen.

Wenn du neben dem administrativen Kram kaum noch zu deinen eigentlichen Aufgaben kommst, wird es Zeit sich nach externer Hilfe umzusehen. Viele Blogger geben Aufgaben wie Updates, Erstellen von Grafiken und Bildern, Einstellen der Posts und Pflege der Social Media Kanäle ab. Kleine Agenturen oder eine virtuelle Assistenz helfen dir hier gerne weiter.

Sieh dir genau an welche Aufgaben unangemessen viel Zeit in Anspruch nehmen oder welche Tätigkeiten dir einfach nicht liegen. Diese Aufgaben solltest du nach Möglichkeit abgeben. Sieh es unter dem Kosten-Nutzen Aspekt: so hast du mehr Zeit dich um die Dinge zu kümmern, die du wirklich kannst und die dein Business und deinen Blog weiter bringen.

  1. Lernen und Coaching

Machen wir uns nichts vor: alles was du zum Thema Bloggen, Social Media oder Online Marketing wissen musst, findest du kostenlos im Internet. Die Frage ist nur, hast du Zeit und Lust, Google stundenlang nach den richtigen Infos abzusurfen? Setze stattdessen lieber auf Online-Seminare oder erfahrene Coaches, die dir die wichtigsten Skills appetitlich aufbereitet beibringen, dich mit Checklisten und Arbeitsblättern unterstützen und bei Fragen zur Verfügung stehen.

Ich weiß, es ist total verführerisch hier einen Kurs zu buchen und dort ein eBook runterzuladen. Been there, done that. ABER: das ist nicht nur wenig zielführend, sondern kann auch schnell teuer werden. Überlege dir also genau was deine Ziele sind und welche Skills und Fähigkeiten du brauchst, um diese Ziele zu erreichen. Und dann entscheide dich für ein Weiterbildungsangebot.

Fazit:

Es lohnt sich, Geld in den Blog zu investieren. Ob und wie viel Geld du ausgibts, hängt von deinen Zielen und nicht zuletzt von deinem Geldbeutel ab. Mit diesem Blog-Post will ich dir Mut machen, dich mal aktiv mit dem Thema auseinander zu setzen und zeigen, was sinnvolle Ausgaben sein können.

Wo investierst du aktuell in deinen Blog und wofür WÜRDEST du gerne Geld ausgeben? Ich bin gespannt auf deine Antwort.